Milena Moser
Milena Moser, 1963 in Zürich geboren, lebt seit fünf Jahren mit ihrer
Familie in San Francisco. Das hat ihren Blick geschärft für die vielen
verwunderlichen Details im amerikanischen Alltag.
Veröffentlichungen
Gebrochene Herzen, 1990
Die Frauen in Milena Mosers Stories schrecken vor nichts zurück: Sie fahren dauerbesetzte Telefonhäuschen um, schubsen Lehrerinnen vor den Bus und ersticken übelriechende Dicke. Mit zu starken Gefühlen und zu schwachen Nerven, zu tiefen Ausschnitten und zu hohen Absätzen stöckeln sie durch eine bunte Welt auf der Suche nach dem Leim, der ihre gebrochenen Herzen kittet.
Das Schlampenbuch, 1992
Milena Mosers Heldinnen zahlen es niederträchtigen Liebhabern und verlogenen Showmastern heim; sie entführen Straßenbahnen, treiben in Fitnesscentern und Badeanstalten finstere Dinge und stricken dabei unverdrossen an ihrer ganz individuellen Weltsicht. Garstigere und herzerfrischendere »Schlampen« hat es in der deutschen Unterhaltungsliteratur garantiert nie gegeben!
Blondinenträume, 1994
Die Wohnsiedlung, in der Natalie, Elma, Frau Meierhans und Lotti leben, ist schon etwas heruntergekommen und ihre Bewohner sind es auch. Es sind zumeist Frauen, alleinerziehend, allein gelassen, mit häufig leerem Portemonnaie und längst vergessenen Träumen..
Das Faxenbuch - Briefwechsel mit Ange Praesent, 1996
Mörderische Erzählungen, 1996
Bloody Mummy : Jeder Tag ist Muttertag, 1997
Die zwanzig spannenden Stories in diesem kriminalliterarischen Vademecum beleuchten die Abgründe des Mutterglücks und fördern dabei Verhältnisse zutage, die, was den Zustand der Familie betrifft, keine Illusionen lassen. Daß einem beim Lesen trotzdem das Lachen nicht vergeht, dafür sorgen Newcomer und international bekannte Krimigrößen wie Janwillem van de Wetering, Heidi Brang, Corinne Bouchard, Norbert Klugmann und Jerry Oster. Fast alle Texte sind eigens für diese Anthologie verfaßte Originalbeiträge.
Mein Vater und andere Betrüger,1998
Wie es einmal war, wird es niemals wieder werden, zumal es in Wirklichkeit noch nie so war - diese fürchterliche, drum gern übersehene Weisheit spielen Milena Mosers kunterbunte Romanfiguren auf sämtlichen Lebensebenen durch: in der Ahnenforschung wie am Computer, im Schlafzimmer, in der Schule, vor dem Gesetz, in jungen und in hart gesottenen Seelen. Einmal mehr erweist sich Milena Moser als die Erzählerin der tragikomischen Achterbahn von Neigungen und Bindungen in unserer Zeit - Abstürze, Kollisionen, Entgleisungen und Himmelfahrten inbegriffen.zur Rezension
Das Leben der Matrosen : ein Zeitungsroman, 1998
Wenn eine junge, chaotische Journalistin mit reichlich Liebesproblemen und eine Großstadt-Zeitung turbulent zusammenstoßen, so muß nicht unbedingt die Heldin daran schuld sein.
Schlampenstories, 1999
Milena Mosers Frauen schrecken einfach vor nichts zurück. Sie schubsen Lehrerinnen vor den Bus, fahren dauerbesetzte Telefonkabinen um, zahlen es niederträchtigen Liebhabern und verlogenen Showmastern heim, und sie treiben in Boutiquen, Fitness-Studios und Straßenbahnen finstere Dinge. Erstmals in einem Band die gesammelten Schlampenstories aus "Gebrochene Herzen oder Mein erster bis elfter Mord" und dem "Schlampenbuch".
Die Putzfraueninsel, 1991
Mit ihrem pfiffig beim Wischen und Schrubben erworbenen Insider-Wissen enttarnt die junge Putzfrau Irma eine verlogene Musterfamilie, kippt die Karriere einer fiesen Lokalpolitikerin, rettet eine bedrohte Schwiegermutter - und leistet sich dabei ganz nebenbei eine zärtliche, wenn auch sehr unkonventionelle Affäre. Und als sie alles so richtig aufgemischt hat, gönnt sie sich mit ihrer neuen Freundin Nelly den triumphalen Abflug in den Süden - auf die »Putzfraueninsel« Mallorca.Artischockenherz, 1999
Manche Frauen sind wie Artischocken: stachelig, vielschichtig, und wenn sie sich entblättern, kommt ihr Allerbestes zum Vorschein - das Herz. So ist das auch bei der Buchhalterin Emma...Nichts wirkt klärender auf einen zerknitterten Geist wie eine saubere Zahlenreihe. Das ist Emmas Allheilmittel gegen jegliches Ungemach, denn Emma ist Ende dreißig, ledig und Buchhalterin. Allerdings nicht nur. Sie hat auch noch eine 14-jährige Tochter, mit der sie in einer Art Großfamilie zusammen mit Ex-Freund Pierre lebt, der wiederum mittlerweile mit der angehenden Rechtsanwältin Eva verheiratet ist und mit ihr zwei Kinder hat. Pech für Emma, dass Eva ihren untreuen Mann hinauswirft - und Emma gleich hinterher. Dass Pierre aber nun die exzentrische Bewohnerin einer mondänen Seniorenresidenz anhimmelt, übersteigt ihr geistiges Fassungsvermögen. Als wäre das nicht genug, entbrennt ihre Tochter in erster Liebe zu einer Frau, und Emmas übrige Familie sorgt für weitere haarsträubende Katastrophenmeldungen. Doch glücklicherweise muss Emma nicht allein mit all diesen Notsituationen fertig werden - auch wenn die Hilfe von absolut ungewöhnlicher Seite kommtzur Rezension
Bananenfüße, 2001
Bananenfüße bekommt man, wenn man die Schuhe an den verkehrten Füßen trägt. Oder wenn man als Kleinfamilie aus der Schweiz nach San Francisco zieht. Wie das der zehnjährige Leo mit seinem Vater, einem ehemaligen Ökoarchitekten, und seiner Stiefmutter Lily tut. Hilfe können alle in dieser neuen, ziemlich verrückten Welt gebrauchen - doch nicht nur auf Erden kriegt Leo Unterstützung. Seine sieben Jahre zuvor verstorbene Mutter ist als Geist immer bei ihm geblieben - und hat alle Hände voll zu tun, die kleine Familie zu beschützen
Sofa, Yoga, Mord,
Es ist Sommer, und Lily ist allein. Die Tage verbringt sie mit Southern Comfort vor dem Fernseher. Nur früh morgens geht sie ins Studio „Yama Yoga“ und harrt dort verkatert und verschlafen in unbequemen Stellungen aus, bis es Zeit ist, sich wieder vor den Fernseher zu begeben. Eines Tages hat all das jedoch ein Ende: Lily sitzt gerade im Café, als plötzlich ein alter Mann vor ihr steht – ihr Vater. Er trägt eine Urne unter dem Arm, darin ist die Asche ihrer Mutter. Doch bevor sich Lily mit ihrem Familiendrama auseinander setzen kann, fährt laut heulend ein Streifenwagen vorbei. Im Yogastudio liegt eine Tote. Einer der Vorzeige-Yogini ist in der so genannten Totenstellung das Herz stehen geblieben. Wenige Tage später stirbt eine zweite in derselben Stellung.zur Rezension
Schlampenyoga, oder, Wo geht's hier zur Erleuchtung? 2005
Der Flyer des Yoga-Workshops lässt Milena Moser ratlos zurück: 64 Kurse werden angeboten - Yoga bei Saunatemperaturen, für dich und deinen Hund, und Power, Power-Flow, Flow-Flow. Doch was nur hat all das mit der altindischen Meditationstechnik zu tun?, fragt sich Milena und macht sich wissbegierig auf die Suche nach der klassischen Form. Und so ist SCHLAMPENYOGA ein Wegweiser durch den jahrtausendealten Yoga-Dschungel, voller erstaunlicher Erläuterungen zur Historie und skurriler Anekdoten aus der exaltierten Lifestyle- Welt.
