Fred Vargas
Fred Vargas (Frédérique Audoin-Rouzeau) wurde am 7. Juni 1957 geboren.
Ihr Name ist ein Pseudonym: Fred ist der Abbkürzung von Frédérique und
der Name Vargas stammt von der Figur "Maria Vargas" gespielt von Ava
Gardner in dem Film “Die barfüßigen Gräfin".
Sie arbeitet als Archäologin in einem Forschungsinstitut, lebt in
Paris und hat einen zehnjährigen Sohn. Sie schreibt fast ausschließlich
in den Ferien.
Veröffentlichungen
Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord, 2000
(L'homme aux cercles
bleus 1991)
Auf Pariser Bürgersteigen erscheinen über Nacht mysteriöse blaue Kreidekreise,
und darin stets ein verlorener oder weggeworfener Gegenstand: ein Ohrring, eine
Bierdose, ein Brillenglas, ein Joghurtbecher ... Keiner hat den Zeichner je gesehen,
die Presse amüsiert sich, niemand nimmt die Sache ernst. Niemand, außer dem neuen
Kommissar im 5. Arrondissement, Jean-Baptiste Adamsberg. Und eines Nachts geschieht,
was er befürchtet hat: es liegt ein toter Mensch im Kreidekreis.
Im Schatten des Palazzo Farnese, 2003
(Ceux qui vont mourir te saluent 1994)
Hier ist der erste Krimi von Fred Vargas, der bereits ihr großes
Talent für herzergreifende, schräge Typen erkennen läßt. Drei
exzentrische Studenten, eine wundervolle Femme fatale und ein
Bischof, den Genüssen des Lebens zugetan, haben alles, was eine echte Vargas
ausmacht. Auf dem europäischen Kunstmarkt tauchen unbekannte Zeichnungen
von Michelangelo auf. Sind sie aus der Vatikan-Bibliothek gestohlen? Als
ein Pariser Kunsthistoriker daraufhin eilends nach Rom reist, wird er mit
einem Becher Schierling umgebracht. Preis der Leserinnen von "Elle" 2002.
Ausgezeichnet mit dem Buchhändlerpreis (Prix des libraires)
Die schöne Diva von Saint-Jacques, 1999
(Debout les morts 1995)
Im Garten der Sängerin Sophia im Pariser Faubourg St. Jacques steht
eines Morgens ein Baum, der am Tage zuvor noch nicht da stand. Niemand hat
ihn gepflanzt. Sophia empfindet eine Bedrohung. Wenige Tage später ist sie
ist sie spurlos verschwunden. Ihr Nachbar Marc, ein junger Historiker, derzeit
ohne Job und Frau, beginnt auf eigene Faust zu recherchieren, da weder der
Ehemann noch die Polizei sich zunächst für den Fall interessieren. Und je
tiefer er gräbt – unter der Buche wie in der Vergangenheit der verschwundenen
Diva -, um so mehr Steine bringt er ins Rollen, die zwei Morde auslösen,
bis er am Ende auf einen uralten Hass stößt, der beinahe auch ihn das Leben
kosten wird.
Das Orakel von Port Nicolas, 2001
(Un peu plus loin sur la droite 1996)
Der Kommissar Louis Kehweiler
gehört zu den Menschen, die man wohl eher als verschroben bezeichnen
würde. Er hat eine Kröte namens Buffalo, die er überall mit sich
herumträgt und mit der er spricht. Seit seiner Entlassung aus
dem Innenministerium wertet er Zeitungen aus und ist dabei immer
wieder auf der Suche nach obskuren Fällen, führt sogar eine Kartei
besonders finsterer Verbrechen. Ebenfalls bizarr ist das, was
er mit seiner Freundin Martha treibt: Gemeinsam haben sie allen
Bänken in Paris eine Nummer gegeben, um sich Orientierung zu
verschaffen.
Der untröstliche Witwer von Montparnasse, 1999
(Un
peu plus loin sur la droite 1997)
Mathias, Marc und Lucien, die drei „Evangelisten“ aus der Schönen
Diva von Saint-Jacques, die der Zufall zu Kriminalisten gemacht
hat, haben einige Monate später ihren nächsten Fall am Hals. Ihr
Freund Louis Kehlweiler, Ex-Inspektor beim Pariser Innenministerium, der
mit seinen alten Visitenkarten noch immer heimlich recherchiert, versteckt
einen mutmaßlichen Frauenmörder in ihrem Haus. Was zunächst reine Gefälligkeit
gegenüber der netten alte Hure Marthe war, die nicht an die Schuld des jungen
Clement glaubt, wird ein Wettlauf mit der Zeit. Denn schon am nächsten Morgen
steht das Phantombild des Mörders in allen Zeitungen.
Einbruch der Nacht, 2000
(L'homme à l'envers 1999)
Die Komponistin Camille verbringt einen Sommer in den französischen
Alpen und wird dort in ein ungeheuerliches Geschehen verwickelt:
Ein riesiger Wolf, nein, ein Wolfsmensch, so sagen die Leute, zieht
nachts mordend durch die Dörfer, reißt Schafe und tötet schließlich eine
Bäuerin. Zusammen mit einigen Dorfbewohnern nimmt Camille die Verfolgung
des Ungeheuers auf.
( Les quatre fleuves (mit Edmond Baudoin 2000)
Fliehe weit und schnell, 2003l
(Pars vite et reviens tard 2001)
Die Pest in Paris! Das Gerücht hält die Stadt in Atem, seit auf
immer mehr Wohnungstüren über Nacht eine seitenverkehrte Vier erscheint
und morgens ein Toter auf der Straße liegt. Mit "Fliehe weit und schnell" hat
die französische Krimiautorin ihren bedeutendsten Roman vorgelegt,
der sich durch sprühende Dialoge, Humor und poetische Intelligenz
auszeichnet.
(Petit traité de toutes vérités sur l'existencel 2001)
Die schwarzen Wasser der Seine
(Coule la Seine 2002)
Drei Krimi-Kurzgeschichten von Fred Vargas mit ihrem Kommissar
Adamsberg schmücken das Buch „Die schwarzen Wasser der Seine“.
In der ersten Geschichte „Salut et liberté“ geht es um einen Clochard,
der jeden Tag vor dem Kommissariat sitzt und Adamsbergs Assistenten Danglard
damit zur Weißglut treibt. Doch Adamsberg findet durch seine unnachahmliche
Art heraus, dass dieser Mann einiges zu verbergen hat. „Die Nacht
der Barbaren“ ist eine wunderbare Weihnachtssatire. Ein volltrunkener Ornithologe
in der Ausnüchterungszelle bringt Kommissar Adamsberg auf die Lösung im
Fall eines weihnachtlichen Selbstmordes. Last - but not least geht es in
„Fünf Francs das Stück“ um einen Straßenhändler, der bei dem Mordanschlag
an einer reichen Frau als Augenzeuge vor Ort war - aber stoisch behauptet,
nichts gesehen zu haben.
zur Rezension
Der vierzehnte Stein, 2005
(Sous les vents de Neptune 2002)
Kommissar Jean - Baptiste Adamsberg leitet die Mordkommission in
einem Pariser Stadtteil. Dort hat er mit seinen ungewöhnlichen Methoden
und seinem philosophischen Scharfsinn großen Erfolg. Aber Adamsberg hat
einen privaten ungelösten Fall, an dem er schon seit dem Beginn seiner Karriere
zu knabbern hat: Sein Bruder soll als Jugendlicher seine eigene Freundin
ermodert haben. Doch die Indizien sprechen für einen Serienmörder, denn
nicht nur in diesem Fall wurde das Opfer mit einer dreizackigen Heugabel
aufgefunden, während sich der angebliche Täter an nichts erinnern konnte.
Und genau nach diesem Tatvorgang werden nun nach Jahren wieder Opfer aufgefunden.
Für Adamsberg steht fest, dass es sich um den gleichen Täter handelt, einem
angesehen Richter. Doch der ist seit sechzehn Jahren tot. Das hält den Kommissar
jedoch nicht davon ab, weiter in diese Richtung zu ermitteln. Bis er auf
einer Fortbildungsreise im französisch sprechenden Kanada selbst vom Jäger
zum Gejagten wird.
zur Rezension
Die dritte Jungfrau, 2007
(Dans les bois éternels 2006)
Kommissar Adamsberg hat sich in Paris ein kleines Häuschen zugelegt.
Leider glaubt sein etwas verschrobener spanischer Nachbar, dass
in dem Gebäude Geister umgehen. Und dies ist nicht der einzige Spuk, mit
dem sich Adamsberg auseinandersetzen muss. Bei einer Reise in die Normandie
stößt er zufällig auf Hirschkadaver, deren Herzen herausgerissen wurden.
In Paris werden zwei junge Männer ermordet aufgefunden, die merkwürdige
Erde unter ihren Fingernägeln haben. Und dann gibt es noch den Neuen, einen
jungen Polizisten, der ausgerechnet aus der gleichen gottverlassenen Gegend
kommt, wie Adamsberg selbst. So viele Zufälle kann es nicht geben, sagt
sich der Kommissar und fängt an, auf die ihm eigene Art zu ermitteln.
zur Rezension
Der verbotene Ort, 2009
(Un lieu incertain 2008)
Der etwas eigenwillige Pariser Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg fährt mit seinem Kollegen Adlatus Danglard zu einem europäischen Polizeikongress nach London. Bei einem frühabendlichen Spaziergang über den malerischen Friedhof Highgate, auf dem Berühmtheiten wie Charles Dickens und Karl Marx liegen und über den Bram Stoker in „Dracula“ seine Lucy wandeln ließ, machen die Polizisten aus Paris einen schrecklichen Fund. Genau siebzehn Schuhe stehen aufgereiht am Wegesrand - und in jedem steckt ein Fuß.
Doch auch zu Haus sieht es nicht besser aus: Zurück in Paris werden Adamsberg und sein Team zu einem besonders grausigen Tatort gerufen, an dem ein renommierter Journalist schreckliche Weise hingerichtet wurde. Bei ihm finden sie einen Zettel, der auf ein kleines Örtchen auf dem Balkan hinweist … Haben die gruseligen Tatorte etwas mit einander zu tun? Und welche Rolle spielt der Ort in Serbien? Der Zufall hilft und bald gerät Adamsberg in einen Strudel aus Aberglauben und alten Mythen.
zur Rezension
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