Angela S. Choi: Hello Kitty muss sterben
HELLO KITTY MUSS STERBEN von Angela S. Choi ist irrwitzig komische und skurril-abgedrehte Unterhaltung.
Obwohl die 28-jährige chinesisch-stämmige Fiona ihr eigenes Geld verdient, lebt sie immer noch bei ihren Eltern in San Francisco. Und die möchten sie gerne unter die Haube bringen. Also schleppen sie einen heiratswilligen Junggesellen nach dem anderen an, alle natürlich Chinesen. Als die genervte Fiona endlich mal in ein Date einwilligt und vom Krabbenfischen mit dem leicht übergewichtigen Don zurückkehrt, haben ihre Eltern den Hochzeitstermin schon festgelegt. Da nützt auch der schärfste Protest nichts mehr. Doch Fi hat die Schnauze voll und zieht ihre eigenen Konsequenzen - frei nach dem Motto: „Hello Kitty muss sterben“. Dabei hilft ihr der alte Schulfreund Sean, der ein mehr als außergewöhnliches Hobby pflegt.
Wie rebelliert man gegen Eltern, die einfach locker über jeden sittsam formulierten Protest hinweggehen? Dieses Problem hat die chinesisch-stämmige Fiona, die in San Francisco geboren und aufgewachsen ist. Ihr wird klar, dass sie sich nur gegen die Konventionen ihrer Eltern wehren kann, wenn sie ihr braves Ich, die Hello Kitty-Fiona sterben lässt und ein ganz neues Format gewinnt. Und das macht sie auf eine ebenso amüsante wie makabre Art. Wer den schwarzen Humor liebt und die Dinge gerne auch mal leicht überdreht sieht, liegt hier genau richtig. „Hello Kitty muss sterben“ ist irrwitzig komische und skurril-abgedrehte Unterhaltung.
Angela S. Choi, geboren in Hongkong, lebt heute in San Francisco. Ihre spitze Zunge funktioniert auf Englisch ebenso gut wie auf Kantonesisch. Sie praktizierte als Anwältin, bis sie beschloss, ihr Leben nicht länger im branchenüblichen Sechs-Minuten-Takt zu führen. Im Alter von dreißig fasste sie deshalb den Entschluss, Schriftstellerin zu werden. „Hello Kitty muss sterben“ ist ihr literarisches Debüt.
Rezension von Silke Schröder
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