© Zsolnay Verlag
407 Seiten
Mai 2008
ISBN: 978-3552054363
Henning Mankell: Der Chinese
"Der Chinese" von Henning Mankellist ein historisch-spanndender wie aktuell-brisanter Roman rund um die chinesische Geschichte und Gegenwart.
In der Nacht zum 13. Januar 2006 werden in dem nordschwedischen Örtchen
Hesjövallen fast alle Einwohner brutal niedergemetzelt. Die Polizei hat
schnell einen Verdächtigen. Doch die im weit entfernten Helsingborg lebende
Richterin Brigitta Roslin, die selbst Verwandte bei dem Massaker verlor,
glaubt nicht an einen einsamen, wahnsinnigen Mörder.
Auf eigene Faust
stellt sie Ermittlungen an, die sie nicht nur nach Nordschweden, sondern
bis ins ferne China führen und bald auch ihr eigenes Leben gefährden.
Was wie ein atemberaubender Thriller á la Mankell anfängt, entwickelt
sich bald zu einem ebenso historisch-spanndenden wie aktuell-brisanten
Roman rund um die chinesische Geschichte und Gegenwart. Mankell spannt
dabei einen Bogen von den sklavischen Lebensbedingungen der chinesischen
Leiharbeiter beim amerikanischen Eisenbahnbau des 19. Jahrhunderts bis
hin zu den aktuellen politischen Strömungen in einem Land zwischen Kommunismus
und knallhartem Kapitalismus.
Wer sich im olympischen Jahr für das Gastgeberland
China interessiert, findet hier mehr als nur einen spannenden Thriller.
Henning Mankell wurde 1948 in Schweden geboren. 1968 begann er als Autor und Regisseur zu arbeiten. Schon als Kind träumte Mankell davon, den Afrikanischen Kontinent zu bereisen, 1972 erfüllte er sich erstmals diesen Wunsch und fühlte sich in Afrika sofort zu Hause.1985 erhielt er die Einladung zum Aufbau einer professionellen Theatergruppe in Maputo, Mosambik. Im darauffolgenden Jahr übernahm er dann die Leitung des Teatro Avenida. Bis heute verbringt er mehr als die Hälfte des Jahres in Maputo, die übrigen Monate in der schwedischen Zweitheimat.
Rezension von Silke Schröder
Krimis aus Skandinavien
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